Auf der Höhe des heutigen Nestroyplatzes befand sich zwischen 1781 und 1847 das Leopoldstädter Theater – eine der wichtigsten Wiener Volksbühnen und Wirkungsstätte des „Wiener Kasperls“. Ferdinand Raimund, Luise Gleich und Therese Krones traten dort auf. Die äußerst populäre Schauspielerin Krones starb, erst neunundzwanzigjährig, nachdem sie beim großen Eisstoß vom 28. Februar 1830 Hilfe geleistet hatte. Der Theaterdirektor Karl von Bernbrunn, mit Künstlernamen Carl Carl, erwarb die bekannte Volksbühne, für die er 1847 von den Opernarchitekten Eduard van der Nüll und August Sicard von Sicardsburg einen Neubau errichten ließ. In der Folge führte er die Bühne als Carl-Theater weiter. 1854 bis 1860 wurde das Theater von Johann Nestroy geleitet. Es wurde 1929 geschlossen und nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg – es wurde im Jahr 1944 von Bomben getroffen – 1951 abgetragen. Das 1929 geschaffene Nestroy-Denkmal, das nach dem Zweiten Weltkrieg vom Nestroyplatz in das Reinhardt-Seminar in Penzing übersiedelt wurde, kehrte 1983 wieder in die Leopoldstadt zurück und steht nun vor dem Haus Praterstraße 17.
(Quelle:wien.gv.at)