Kaiser-Franz-Denkmal im inneren Burghof
Ferdinand I. ließ das Denkmal zur Erinnerung an seinen Vater Franz II. (römisch-deutscher Kaiser 1792-1806),
als österreichischer Kaiser Franz I. (1804-1835) von Pompeo Marchesi errichten. Der Grundstein wurde zum Jahrestag der Völkerschlacht zu Leipzig (16.-19. Oktober 1813)
am 18. Oktober 1843 gelegt. Die Enthüllung war am 16. Juni 1846. Das in der Bronzegießerei Manfredini in Mailand gegossene Monument wurde,
gezogen von acht Paar Zugochsen und neun Paar Pferden, in 33 Tagen von Mailand nach Wien gebracht.
Die vier das Denkmal umgebenden Kolossalstatuen symbolisieren Glauben,
Stärke, Frieden und Gerechtigkeit. Der Kaiser ist in antiker Gewandung dargestellt. Auf den Seitenfronten des achtkantigen Pfeilers befinden sich Reliefs,
die Tätigkeit des Volks darstellend (Handel und Gewerbe, Berg- und Hüttenbau, Ackerbau und Viehzucht, Wissenschaft, Kunst und Heldentum).
Die Aufschrift „Amorem meum populis meis" ("Meine Liebe meinen Völkern") ist dem Testament des Herrschers entnommen.
Die Inschriften auf dem Sockel wurden von Joseph Calasanz Arneth verfasst.
(Quelle: wien.gv.at)